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Mobbing

»Die Welt« - Leserfrage

Wenn man den Berichten Glauben schenkt, wird in fast allen Betrieben in Deutschland gemobbt. Wann liegt eigentlich Mobbing im Rechtssinne vor?

In Betrieben wird leicht von "Mobbing" gesprochen, wenn die Atmosphäre am Arbeitsplatz nicht mehr stimmt. Häufig ist jedoch unklar, ob es sich tatsächlich um Mobbing oder ob es sich eher um zwischenmenschliche Streitigkeiten handelt, die überall vorkommen. Schwierig ist, dass es für Mobbing keine eindeutige juristische Definition gibt. Allgemein wird rechtlich unter Mobbing das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte verstanden. Mobbing liegt also bei einer sich ständig wiederholenden Schikane vor. Will sich der Geschädigte gerichtlich gegen Mobbing wehren, sind die prozessualen Hürden allerdings hoch. In der Praxis kommen daher meistens nur Extremfälle vor Gericht. Schließlich muss das Mobbingopfer Zeit, Ort und Umstände beweisen. Außerdem muss der Betroffene auch den Nachweis erbringen, dass der Täter vorsätzlich gehandelt hat. Erst wenn das alles gelingt, können Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche mit Erfolg durchgesetzt werden. Meistens gelingt auch das nur im Ausnahmefall. Genugtuung erfahren die Opfer vor Gericht ohnehin meistens nicht.