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Kanzlei Dr. Krenz

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Frisch gewagt, ist halb gewonnen

»Die Welt« - Leserfrage

Gekündigt wird niemand gerne. Das galt auch für unseren Mandanten. Sein Chef hatte ihn zum Personalgespräch gebeten. Unser Mandant dachte, er hätte nichts zu befürchten. Schließlich hatte er immer gute Arbeit geleistet. Umso größer war das Erstaunen, als er seine Kündigung ausgehändigt bekam. Unser Mandant war geschockt. So verständlich seine Reaktion auch war, jetzt war Zeit zu reagieren. Wir rieten ihm, umgehend Kündigungsschutzklage zu erheben. Noch immer trauen sich viele Arbeitnehmer nicht, gegen eine Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses gerichtlich vorzugehen. Zum Teil scheuen sie sich vor zu hohen Kosten, andere glauben nicht an den Erfolg einer Klage - zu Unrecht! Unabhängig davon, was ein gekündigte Arbeitnehmer im Einzelnen anstrebt. Der Gang vor Gericht lohnt sich. Das gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer gar nicht in den Betrieb zurückkehren möchte. Statistisch werden in der Praxis rund 80 % aller arbeitsrechtlichen Streitigkeiten mit einem Vergleich beendet. Auf einen gerichtlichen Urteilsspruch läuft es also in den seltensten Fällen hinaus. Finanziell lohnt sich ein Gerichtsverfahren in aller Regel. Durch geschicktes Verhandeln und mit einer guten Taktik lässt sich eine Abfindung heraus handeln. Wie hoch die Abfindungssumme ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Frage, ob die fragliche Kündigung (voraussichtlich) wirksam ist. Die Beweislast liegt grundsätzlich beim Arbeitgeber. Er muss exakt belegen können, warum die Kündigung aus seiner Sicht begründet ist. Das kann im Einzelfall recht schwierig sein. Gelingt ihm der Nachweis nicht, kann die Abfindung leicht nach oben schnellen. Zu seinem Glück war auch unser Mandant von dem Gang zum Gericht überzeugt. Mit Erfolg! Sein Arbeitgeber hatte es versäumt, ihm vor Ausspruch der Kündigung andere, noch freie Stellen anzubieten. Außerdem hatte er vergessen, die Stellenplatzangebote vorher aus dem Intranet zu nehmen. Die Sache war damit für ihn gelaufen. Wir konnten uns auf einen Vergleich einigen und eine hohe Abfindung vereinbaren. Unser Mandant war erleichtert. Er konnte sich nicht nur über eine stattliche Summe freuen, sondern sich auch ohne finanzielle Sorgen um einen neuen Job kümmern.