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Kanzlei Dr. Krenz

Rechtsanwälte | Fachanwalt für Arbeitsrecht

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Kompetenz • Seriosität • Qualität

Beharrlichkeit zahlt sich aus

Geben Arbeitnehmer alles für ihren Job, sollte das den Arbeitgeber eigentlich freuen. Doch manchmal scheint gut wohl einfach nicht gut genug zu sein. Unser Mandant hatte über zehn Jahre sämtliche Energie, die er besaß, in seinen Beruf gesteckt. Die Kunden mochten ihn, die Kollegen baten ihn um Rat und wenn jemand ausfiel, war er der Erste, der eingesprungen ist. Doch obwohl der Arbeitgeber immer wieder von dem Arbeitseinsatz unseres Mandanten profitierte, schien er nie zufrieden zu sein. Unser Mandant musste immer mehr Überstunden machen. Ständig kamen neue Aufgaben hinzu, andere wurden plötzlichen entzogen. Spontane Versetzungen waren an der Tagesordnung. Eine Vorankündigung oder gar Erklärung gab es nie. Unser Mandant hat sich lange auf das Spiel eingelassen. Doch dann ging nichts mehr. Er wurde krank. Die Wahrheit mag traurig klingen, doch unser Mandat ist erfahrungsgemäß kein Einzelfall. Immer mehr Arbeitnehmer werden auf Arbeit Schikanen ausgesetzt, sodass sie schließlich krank werden. Wehren tut sich kaum jemand. In der Tat ist es in solchen Fällen schwer, dem Arbeitgeber sein Verhalten nachzuweisen. Das gilt ganz besonders, wenn es um Schmerzensgeldansprüche geht. Bei unserem Mandanten hatten jedoch Wut und Enttäuschung ein großes Ausmaß angenommen. Die jahrelange Überarbeitung hatte ihn einen hohen Preis zahlen lassen. Seine Erkrankung führte nicht nur zu einer Schwerbehinderung, sondern zudem auch noch zur Frührente. Das konnte und wollte er nicht einfach hinnehmen. Sein Ziel war Schmerzensgeld. Unsere einzige Chance war, sämtliches Vorgehen und alle Praktiken des Arbeitgebers detailliert aufzuzeigen und mit der Erkrankung unseres Mandanten in Verbindung zu bringen. Bei Schmerzensgeldklagen lautet nämlich die Devise: Je genauer desto besser. Der Aufwand sollte sich lohnen. Unser Vorteil war, dass unser Mandat über die Vorgänge an seinem Arbeitsplatz Buch geführt hatte. Schließlich hatten wir vor Gericht Erfolg. Sein Arbeitgeber ließ sich auf einen Vergleich ein. Er musste an unseren Mandanten Schmerzensgeld zahlen. Die Besonderheit von Schmerzensgeld ist, dass hierauf keine Steuern oder Sozialversicherungsabgaben anfallen. Es handelt sich also immer um einen Nettobetrag! Die Freude stand unserem Mandanten sichtlich ins Gesicht geschrieben. Noch größer war für ihn allerdings die Genugtuung, dass er gekämpft und Recht bekommen hat.