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Kanzlei Dr. Krenz

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Befristung von Arbeitsverträgen

»Die Welt« - Leserfrage

Muss ein befristeter Arbeitsvertrag unbedingt vor Ablauf der Befristung verlängert werden oder kann die Verlängerung auch nachträglich erfolgen?

Das sog. Teilzeit- und Befristungsgesetz erleichtert die Befristung von Arbeitsverhältnissen erheblich. So kann ein befristetes Arbeitsverhältnis innerhalb von 2 Jahren insgesamt dreimal verlängert werden. Ein Sachgrund ist hierfür nicht erforderlich. Allerdings muss der Arbeitgeber gut aufpassen: Um eine derartige Verlängerung handelt es sich nämlich nur dann, wenn sich die befristeten Arbeitsverhältnisse unmittelbar aneinander anschließen. D.h., dass eine Verlängerung zwingend vor dem Ablauf des zu verlängernden Arbeitsvertrages schriftlich fixiert werden muss. Versäumt der Arbeitgeber diese Frist, ist eine später gewünschte Verlängerung des befristeten Arbeitsverhältnisses nicht mehr möglich. Hinzukommt, dass eine Befristung zur Wirksamkeit der Schriftform bedarf. Wird ein Arbeitnehmer nach Ablauf der Befristung ohne schriftliche Verlängerung mit Wissen des Arbeitgebers weiterhin beschäftigt, wird das gesetzliche Schriftformerfordernis nicht gewahrt. Ist das der Fall, wandelt sich das ursprünglich befristete Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis um.