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Kanzlei Dr. Krenz

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Weihnachtsgeschenke

Viele meiner Kunden schenken mir jedes Jahr zu Weihnachten kleine Präsente. Ich habe mich immer sehr darüber gefreut, aber ein Freund von mir meint, dass ich die Geschenke gar nicht annehmen darf. Stimmt das?

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Das gilt nicht nur im privaten Freundes- und Familienkreis. In vielen Betrieben gehören Grußkarten und Geschenke häufig zum guten Ton. Doch was für viele eine liebgewonnene Tradition darstellt, kann zu einem bösen Erwachen führen. Mittlerweile steht schnell der Verdacht im Raum, dass der beschenkte Mitarbeiter korrupt oder bestechlich sein könnte. Arbeitnehmer sollten es sich daher zweimal überlegen, ob sie wirklich Geschenke von ihren Kunden annehmen wollen. Eine eindeutige gesetzliche Regelung gibt es hierzu nicht. Grundsätzlich gilt, dass Geschenke mit einem Wert von bis zu 35 Euro unbedenklich sind. Eine verlässliche Garantie ist dieser Wert aber letzten Endes nicht. Arbeitnehmer sollten sich lieber genau informieren, welche Regeln in ihrem Unternehmen gelten. In vielen Firmen gibt es Betriebsvereinbarungen oder sog. Ethik-Richtlinien, die im Einzelnen regeln, wie mit Weihnachtsgeschenken von Kunden umzugehen ist. Ein Blick in die Regelungen kann die Nachfrage beim Vorgesetzten ersparen. Gilt hingegen von vornherein der (ungeschriebene) Grundsatz, dass Geschenke nicht angenommen werden dürfen, sollten sich die Mitarbeiter unbedingt daran halten. Selbst dann, wenn es sich nur um kleine Präsente, wie z.B. eine Flasche Wein oder eine Schachtel Pralinen handelt. Ansonsten kann unter dem Weihnachtsbaum schnell eine Abmahnung oder im schlimmsten Falle sogar eine Kündigung liegen. Sogar wenn Taten mehr als tausend Worte sagen: Im Sinne einer fröhlichen Weihnachtszeit sollte man dieses Sprichwort ausnahmsweise unbeachtet lassen.