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Kanzlei Dr. Krenz

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Urlaub in der Weihnachtszeit

Ich habe meine Arbeitsstelle gewechselt. Bei meinem alten Chef hatte ich Heiligabend und Silvester ab mittags frei und bekam diese Tage dennoch voll bezahlt. Jetzt soll ich plötzlich Urlaub nehmen. Ist das rechtens?

Frei oder nicht frei? Das ist hier die Frage. Alle Jahre wieder stehen viele Arbeitnehmer vor dem großen Rätsel, ob nun der 24. und der 31. Dezember freie Tage sind oder nicht. Hören sie sich im eigenen Umfeld um, herrscht dort oftmals der weitverbreitete Irrtum, dass sie am Heiligabend und Silvester natürlich nicht arbeiten müssen. Obwohl an beiden Tagen bestimmt jede Menge Festtagsstimmung herrscht, gesetzliche Feiertage sind sie dadurch noch lange nicht. Für Arbeitnehmer bedeutet das konkret: Solange keine speziellen betrieblichen Besonderheiten gelten, müssen sie an Silvester und Heiligabend ganz normal arbeiten. Da diese Aussicht allerdings sehr auf die Weihnachts- und damit auch auf die Arbeitsstimmung drücken kann, ist in vielen Betrieben für diese Tage eine zeitlich beschränkte Arbeitspflicht vereinbart. Danach müssen Mitarbeiter zwar arbeiten, aber nur einen halben Tag. Ob sie trotzdem das volle Gehalt bezahlt bekommen, regelt wie üblich der Einzelfall. Solche Regelungen können sich aus einem Tarifvertrag oder dem eigenen Arbeitsvertrag ergeben. Arbeitgeber informieren über diese Vereinbarungen meist per Aushang, Rundschreiben oder Intranet. Wer in jedem Fall den gesamten Tag frei haben möchte, muss wohl oder übel jeweils einen ganzen Urlaubstag dafür opfern. Als letzte Lösung kann man sich dieses Jahr vom Chef auch was wünschen, nämlich, dass jeweils nur ein halber Urlaubstag genommen werden muss. Das ist kein Problem, wenn der Chef einverstanden ist. Ein Urlaubstag für zwei freie Tage! Besser als nichts. Ganz frei wäre natürlich ideal.