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Kanzlei Dr. Krenz

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Was muss ich als Arbeitgeber fürchten, wenn es in meinem Betrieb zu sexuellen Belästigungen kommt?

Obszöne Witze, aufdringliche Angebote oder unerwünschte körperliche Berührungen – die Palette sexueller Belästigungen hat viele Gesichter. Während die einen „nur“ Witze machen und ihre vermeintliche Macht demonstrieren, leiden die Betroffenen emotional oft auch stärker als sie zugeben wollen. Für den Arbeitgeber können solche Vorfälle heikle Folgen haben und schaden nicht zuletzt im enormen Maße dem Arbeitsklima. Der Gesetzgeber hat für solche Fälle vorgesorgt: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, seine Angestellten vor jeder Art der Diskriminierung zu schützen. Im Falle sexueller Belästigungen muss er alles unternehmen, um sexuelle Übergriffe zumindest für die Zukunft dauerhaft zu unterbinden. Dabei kann er den Täter nach internen Untersuchungen je nach Schwere des Vorfalls versetzen, abmahnen oder kündigen. Bei körperlichen Übergriffen, wie z.B. einem Klaps auf den Po oder einem Griff an die Brust, kann die Kündigung sogar fristlos erfolgen. Laut Gesetz muss es zudem in jedem Betrieb eine Beschwerdestelle geben, bei denen sich die Opfer unverzüglich melden und beraten lassen können. In der Praxis lassen sich sexuelle Belästigungen allerdings nur schwer nachweisen. Nicht selten steht am Ende Aussage gegen Aussage. Jeder Arbeitgeber sollte ungeachtet dessen immer alles versuchen, um seiner Schutzpflicht gerecht zu werden. Schweigt er zu lange, drohen Schadensersatzforderungen und in jedem Fall äußerst schlechte Presse.