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Kanzlei Dr. Krenz

Rechtsanwalt | Fachanwalt für Arbeitsrecht

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Schwerbehinderung

Mein Arzt hat bei mir Lädierungen an meiner Wirbelsäule festgestellt. Da ich körperliche Arbeit verrichte, will ich jetzt eine Schwerbehinderung beantragen. Wie mache ich das?

Schwerbehinderte Arbeitnehmer sind in der Arbeitswelt besonders schutzbedürftig und genießen daher Sonderrechte. Wer sich auf diese Rechte berufen will, muss seine Schwerbehinderteneigenschaft nachweisen. Zu diesem Zweck muss ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden. Zuständig ist hierfür das Versorgungsamt am Wohnsitz des Arbeitnehmers. Um unnötige Fehler zu vermeiden, sollte der amtliche Antragsvordruck verwendet werden, der bei jedem Bürgeramt, Behindertenverbänden oder der betrieblichen Schwerbehindertenvertretung erhältlich ist. Sobald der Antrag bei der zuständigen Stelle eingeht, erhält der Antragssteller eine Eingangsbestätigung. Das Versorgungsamt prüft anschließend in einem ausführlichen Verfahren die Behinderung sowie den Grad der Behinderung (abgekürzt GdB). Hierfür werden ärztliche Auskünfte und Unterlagen anfordert, sofern sie nicht bereits mit dem Antrag eingereicht wurden. Kommt die zuständige Stelle zu dem Ergebnis, dass der GdB 50 beträgt, wird es arbeitsrechtlich „interessant“. In diesem Fall erhalten scherwebhinderte Arbeitnehmer 5 Tage Zusatzurlaub. Bei einem GdB ab 30 kann noch ein Antrag auf Gleichstellung beim Integrationsamt gestellt werden. Wird dem Antrag stattgegeben, kommen Mitarbeiter mit einem GdB von 30 genauso wie die Kollegen mit einem GdB von 50 in den Genuss von besonderem Kündigungsschutz. In diesen Fällen muss der Arbeitgeber vor jeder Kündigung beim Integrationsamt dessen Zustimmung beantragen. Zu einem Abschieben auf einen schlechteren Posten kommt es dagegen eher selten.