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Kanzlei Dr. Krenz

Rechtsanwalt | Fachanwalt für Arbeitsrecht

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Rauchen am Arbeitsplatz

Rauchen am Arbeitsplatz ist in unserer Firma ein Anlass für Dauerstreit. Ist es möglich, ein generelles Rauchverbot durchzusetzen, wenn ich mich durch den zunehmenden Zigarettenqualm gestört fühle?

Schon immer war Rauchen am Arbeitsplatz ein „heißes Thema“. Der Grund dafür ist, dass sich Nichtraucher durch Rauchen massiv gestört fühlen, sodass jedem Arbeitnehmer mittlerweile ein gesetzlicher Anspruch auf Schutz vor Gesundheitsgefahren und Tabakrauch am Arbeitsplatz eingeräumt wurde. Unternehmen sind dazu verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um wirksam vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens zu schützen. Meistens ist Rauchen daher komplett verboten. Zur „friedlichen“ Beilegung des Streits zwischen Rauchern und Nichtrauchern werden in der Praxis häufig Raucherzimmer eingerichtet oder zumindest Raucherpausen geschaffen. Eine Verpflichtung, Raucherräume einzurichten oder spezielle Raucherbereiche zu überdachen und zu beheizen, besteht aber nicht. In manchen Tarifverträgen sind allerdings die sog. „Steinkühler-Pausen“ geregelt, kurze Arbeitsunterbrechungen von drei bis fünf Minuten pro Arbeitsstunde. In diesem Zeitraum ist das Rauchen in vielen Betrieben gestattet. Ein rechtlicher Anspruch auf eine Raucherzeit besteht jedoch nicht. Gestattet der Arbeitgeber in seinem Betrieb das Rauchen, ist das ein freiwilliges Zugeständnis. Er kann daher verlangen, dass die versäumte Arbeitszeit nachgeholt wird oder sich der Arbeitnehmer vor seiner Raucherpause ausstempelt. Rauchen am Arbeitsplatz kann auch schwerwiegende Folgen haben - wenn es zuvor explizit untersagt wurde. Wer im Job raucht, obwohl vorher mehrfach ein Rauchverbot ausgesprochen wurde, kann fristlos entlassen werden.