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Kanzlei Dr. Krenz

Rechtsanwalt | Fachanwalt für Arbeitsrecht

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Nebentätigkeit als Weihnachtsmann

Ich möchte mir über die Feiertage etwas Geld hinzuverdienen. Mir wurde die Stelle als Weihnachtsmann in einem Kaufhaus angeboten. Muss ich vorher meinen regulären Chef fragen? Mir ist das etwas peinlich.

Weihnachten ist die teuerste Zeit des Jahres. Ein kleiner Nebenverdienst kommt da gerade recht. Mehr Geld in der Tasche schadet bei den vielen Feiertagen schließlich nicht. Trotzdem sind viele Arbeitnehmer eher vorsichtig im Umgang mit einem Nebenjob. Zu Unrecht! Wie der Arbeitnehmer seine Freizeit gestaltet, ist seine Sache und geht den Arbeitgeber prinzipiell nichts an. Der Arbeitnehmer ist zur Erbringung der Arbeitsleistung nur im Rahmen der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit verpflichtet. Nach Feierabend kann er grundsätzlich das tun, was er möchte, also auch einen Nebenjob annehmen. Schwierig wird es allerdings dann, wenn der Nebenjob betriebliche Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer aufgrund der zusätzlichen Arbeitsbelastung so übermüdet ist, dass er seiner Haupttätigkeit nicht mehr vernünftig nachkommen kann. Eine Tätigkeit für das Konkurrenzunternehmen ist natürlich ebenfalls nicht zulässig und kann unter Umständen sogar eine Kündigung nach sich ziehen. Bleiben die betrieblichen Interessen des Arbeitgebers jedoch unberührt, steht dem Nebenverdienst nichts mehr im Wege. Ein Tätigwerden als Weihnachtsmann sollte daher unproblematisch möglich sein. Wichtig ist, dass trotz der zusätzlichen Arbeitszeit die gesetzlichen Höchstgrenzen eingehalten werden. Die maximale Höchstzeit von zehn Stunden pro Tag darf auch bei einem zulässigen Nebenjob nicht überschritten werden. Zudem muss jeder Arbeitnehmer nach Arbeitsende eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden einhalten. So löblich großer Arbeitsfleiß auch ist, übertreiben sollten es Arbeitnehmer nicht. Wer sich nicht ganz sicher ist, sollte sich am besten mit seinem Chef absprechen. Hemmungen hin oder her.