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Kanzlei Dr. Krenz

Rechtsanwälte | Fachanwalt für Arbeitsrecht

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Eigenkündigung

Mir wurde ein neues Jobangebot unterbreitet. Jetzt möchte meine alte Stelle kündigen. Muss ich dabei irgendetwas beachten? Wie ist die Rechtslage?

In der Praxis werden die meisten Kündigungen von der Arbeitgeberseite ausgesprochen. Weht jedoch ein lukratives Jobangebot ins Haus, kann es genauso gut für den Arbeitnehmer von Vorteil sein, das Arbeitsverhältnis durch Eigenkündigung zu beenden. Doch auch dabei gibt es gewisse Spielregeln zu beachten, um nicht in die Gefahr zu geraten, vom Arbeitgeber mit Schadensersatzforderungen und Vertragsstrafzahlungen konfrontiert zu werden. Zunächst muss die Kündigung immer schriftlich erfolgen. Eine Kündigung per Telefax oder E-Mail ist unwirksam. Gründe muss der Arbeitnehmer dagegen nicht angeben. Teilweise kann das sogar kontraproduktiv sein, wenn z.B. noch ein wohlwollendes Zeugnis eingefordert werden soll. Kündigungsfristen müssen hingegen immer eingehalten werden. Die vom Gesetz vorgesehenen verlängerten Kündigungsfristen gelten dabei grundsätzlich nur für den Arbeitgeber. Daher gilt für Arbeitnehmer eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Teilweise findet sich in Arbeitsverträgen jedoch die Vereinbarung, dass sich mit zunehmender Dauer des Arbeitsverhältnisses zugleich für den Arbeitnehmer die Kündigungsfrist verlängert. In diesem Fall ist auch der Arbeitnehmer an die längere Frist gebunden. Liegt ein wichtiger Grund vor, kann der Arbeitnehmer fristlos kündigen. In aller Regel muss der Arbeitgeber aber vorher abgemahnt werden. Vor Kurzschlusshandlungen muss jedoch gewarnt werden: Wird ohne neuen Job gekündigt, droht eine Sperre des Arbeitslosengeldes durch die Arbeitsagentur.