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Kanzlei Dr. Krenz

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Berliner Morgenpost „Arbeit&Recht”

Dr. Heiko Peter Krenz,
Fachanwalt und Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ist Inhaber der Kanzlei Dr. Krenz und beantwortet Fragen unserer Leser zum Arbeitsrecht

Arbeitsvertragsgestaltung

Ich habe vor kurzem meine eigene Firma aufgemacht. Es läuft so gut, dass ich jetzt Mitarbeiter einstellen will. Leider habe ich keine Erfahrung bei der Formulierung von Arbeitsverträgen. Was muss ich dabei beachten?

Am Anfang des Arbeitsverhältnisses steht der Arbeitsvertrag. Nach ihm richten sich die Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer und ist damit für das Arbeitsverhältnis maßgebend. Eine rechtsichere Ausgestaltung ist daher unerlässlich. Inhaltliche Fehler können insbesondere bei einer späteren Beendigung des Arbeitsverhältnisses finanziell schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Wer das vermeiden will, sollte gleich mehrere Punkte beachten: Zunächst ist es ratsam, den Arbeitsvertrag schriftlich abzuschließen. Insbesondere befristete Arbeitsverträge müssen unbedingt schriftlich vereinbart werden. Ansonsten gilt der Arbeitsvertrag als unbefristet geschlossen. Auch bei der Vereinbarung von Überstundenklauseln ist Vorsicht geboten. Es muss die maximal zulässige gesetzliche Obergrenze in den Arbeitsvertrag aufgenommen werden. Andernfalls ist auch diese Regelung unwirksam. Sehr vorteilhaft ist es, in den Arbeitsvertrag eine Verfallsklausel aufzunehmen. Durch eine Verfallsklausel verfallen Ansprüche ersatzlos, wenn sie nicht innerhalb einer Frist von mindestens drei Monaten geltend gemacht werden. Der Arbeitgeber kann sich dadurch vor der Ungewissheit schützen, ob auf ihn vor allem nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch weitere Zahlungsansprüche zukommen oder nicht. Bei gekündigten Arbeitnehmern können sich ausstehende Überstunden- und Urlaubsansprüche schnell summieren. Durch eine Verfallsklausel bleiben die Ansprüche jedoch zeitlich begrenzt und damit finanziell überschaubar. Genauigkeit bei der Formulierung der Arbeitsverträge lohnt sich also. Wer sich unsicher ist, sollte sich besser juristische Beratung suchen, um vor unliebsamen Überraschungen gewappnet zu sein.